Präambel
Liebe Freisingerinnen und Freisinger,
am 8. März 2026 treten wir bei den Kommunalwahlen für den Freisinger Stadtrat an: Weil wir an das glauben, was Freising ist: pulsierend und entspannt, bunt und vielfältig, Sehnsuchtsort und Zuhause, reich an Kreativität, Leidenschaft und Verstand, an Humor und Hilfsbereitschaft.
Wir arbeiten weiter für ein lebenswertes Freising. Gerade eine Stadt, die schnell wächst, braucht ein tragfähiges Fundament und zukunftsweisende Ideen. Eine Stadt mit guter Bildung und Betreuung für unsere Kinder und Jugendlichen, mit guten Angeboten für Senior*innen sowie Entlastung für Familien. Eine Stadt, die Klima- und Naturschutz vor Ort ernst nimmt und in der alle Verkehrsteilnehmer*innen berücksichtigt werden.
Klimaschutz, nachhaltige Verkehrskonzepte, ein schonender Umgang mit Natur und Umwelt, bezahlbarer Wohnraum und soziale Gerechtigkeit – das sind zentrale Säulen unserer Politik. Hierfür arbeiten wir Freisinger GRÜNE seit Jahrzehnten!
Am 8. März 2026 werden dafür die Weichen gestellt. Wir GRÜNEN haben als Fraktion im Stadtrat viel erreicht und kennen die großen Herausforderungen unserer Stadt. Wir wollen weiterhin Verantwortung im Stadtrat übernehmen. Dafür brauchen wir Ihre Stimme.
AM 8. März 2026: ALLES AUF GRÜN!
1. Mobilität für Menschen
per Rad — zu Fuß– mit Bus oder Auto – Hauptsache barrierefrei
Wir setzen auf eine vernetzte, umweltschonende und barrierefreie Mobilität. Freising ist Fahrradstadt. Die 30 Maßnahmen des vom Stadtrat beschlossenen „Mobilitätskonzepts „nachhaltig.mobil“ und des Radentscheids werden wir Schritt für Schritt weiter umsetzen.
Eltern sollten keine Angst um ihre Schulkinder haben. Daher bedarf es dringend eines Schulwegekonzepts. Unsere Schulwege müssen sicherer werden. Die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs muss deutlich steigen. Wir wollen Taktzeiten verkürzen und den ÖPNV als Alternative zum Auto stärken.
Fuß- und Radverkehr
Konkret setzen wir uns ein für:
- Sichere Rad- und Fußwege, insbesondere an Schulwegen
- Eine Intelligente Ampelsteuerung
- Ein durchgängiges Fahrradnetz
- Mehr Fahrradstellplätze
- Die zeitnahe Umsetzung der Unterführung Innenstadt-Lerchenfeld zwischen Erdinger Straße und Heiliggeistgasse (Bahnposten 15)
- Die Wiederherstellung der Schleiferbachbrücke zum Park-and-Ride-Platz
- Achtsamkeit im gegenseitigen Miteinander, insbesondere auch von Radfahrerenden gegenüber Fußgänger*innen
ÖPNV
Konkret setzen wir uns ein für:
- Einen attraktiven Freisinger Bahnhof mit Car- und Bikesharing sowie Fahrradparkhaus
- CO₂-arme kommunale Fahrzeuge und Busse
- Busspuren und Erhöhung des Bustaktes zur Verkehrsfluss-Beschleunigung
- Ein Ringbussystem, das Lerchenfeld besser anbindet
- Eine verbesserte Campusanbindung wie Buslinien 638 und X660 mit dichteren Takten auch abends
Motorisierter Individualverkehr
Konkret setzen wir uns ein für:
- Weitere Ladestationen für elektrische Fahrzeuge
- Die Ausweitung der Tempo-30-Zonen und Spielstraßen
2. Klimaschutz und regenerative Energie für Freising
Klimaschutz?
Pack ma’s an!
Der Klimawandel stellt eine der größten Herausforderungen für die Menschheit dar. Das Ziel ist klar und durch Kreistags- und Stadtratsbeschluss vorgegeben: Komplette Versorgung des Landkreises Freising mit regenerativer Energie bis zum Jahr 2035! Die Maßnahmen des Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepts der Stadt werden wir mit Nachdruck umsetzen. Die Umsetzungserfolge sollen jedes Jahr überprüft werden. Damit schaffen wir eine unabhängige, sichere und bezahlbare Energieversorgung für die Zukunft.
Konkret setzen wir uns ein für:
- Den konsequenten Ausbau regenerativer Nahwärmeversorgung auch in der Innenstadt
- Die Beachtung und Gewährleistung einer kostengünstigen Energieversorgung ohne fossile Energien bei der Aufstellung von Bebauungsplänen
- Ein Solargebot in Bebauungsplänen
- Die Förderung solarer Energien bei Neubauten
- Den naturverträglichen Ausbau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen in Kooperation mit der Bürgerenergiegenossenschaft bzw. den Stadtwerken unter Einbeziehung der Bürgerschaft
- Den Ausbau der Informationsoffensive für Energiesparen, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien sowie Beratung im Energielokal
- Die Auflage eines städtischen Förderprogramms zur Energieeinsparung
- Die konsequente Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung
- Die Umsetzung von Großflächen-Photovoltaikanlagen und Geothermie-Projekten im Außenbereich
- Eine Ermöglichung von Solaranlagen in der Innenstadt
- Die Schaffung eines Energiepreises sowohl für Altbausanierung als auch für vorbildliches energiesparendes Bauen
3. Bauen und Wohnen für ALLE
Die Mischung macht’s
Wir brauchen eine Wohnungspolitik, die für bezahlbare Mieten sorgt. Unsere Maßstäbe für neues Bauen heißen: sozial, ökologisch und energetisch nachhaltig. Das kooperative Baulandmodell, das 30% geförderte Wohnungen bei größeren Bauvorhaben vorsieht, werden wir weiterhin umsetzen. Ein Mietspiegel für Freising wurde bereits mit unseren Stimmen eingeführt.
Konkret setzen wir uns ein für:
- Die Erstellung eines strategischen Grunderwerbsplans als Basis zum Erwerb städtischer Liegenschaften
- Die Vergabe städtischer Grundstücke nur noch in Erbpacht, um kostengünstige Mieten und städtebauliche Qualität zu sichern
- Eine Umfassende Nutzung des Vorkaufsrechts der Stadt
- Die Sanierung der vorhandenen städtischen Sozialwohnungen
- Die Förderung von Genossenschaften und gemeinwohlorientierten Baugruppen
- Eine Wohnraum-Offensive für Studierende
- Den Aufbau eines gesamtstädtischen Leerstandskatasters, um gezielt Missstände zu beseitigen
- Die Ausschöpfung von Nachverdichtungspotenzialen vor neuer Baulandausweisung
- Die Aktivierung von unsichtbarem Wohnraum und Umnutzung von Leerständen (z.B. von Büros in Wohnungen)
- Eine Beratungsstelle für Menschen, die sich eine bessere Ausnutzung vorhandenen Wohnraums durch Untermiete, Wohngemeinschaften und Wohnen für Hilfe wünschen
3.1 Quartiere für eine lebendige Nachbarschaft
Stadtentwicklung — Planung
Wir setzen uns ein für ein maßvolles und flächensparendes Wachstum. Eine umwelt- und sozialgerechte Infrastruktur muss zeitgleich mit dem Bau von neuen Wohnquartieren entstehen. Die optimale Versorgung durch fußläufig erreichbare Läden, Kindertagesstätten, Schulen und Grünflächen in den Stadt- und Ortsteilen ist Ziel der grünen Politik „kurzer Wege“ – im Bestand und in neuen Stadtteilen. Um den demografischen Wandel zu bewältigen, setzen wir auf gemeinsam genutzte Räume, barrierefreie Gestaltung und Wohnformen für mehrere Generationen. Dies gilt nicht nur für Gebäude, sondern auch für Freiflächen.
Stadt- und Ortsteile
Freising besteht nicht nur aus der Altstadt. Stadt- und Ortsteile sollen im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zukunftsfähig weiterentwickelt werden. Attraktive Radwege und ÖPNV stärken die Anbindung an die Altstadt.
Konkret setzen wir uns ein für:
- Behutsame Nachverdichtung in bestehenden Wohnquartieren
- Eine maßvolle Ausweisung von Gewerbe- und Wohngebieten.
- Den Schutz und Freihaltung der Frischluftschneisen und Gewässer vor Bebauung
- Barrierefreie Unterführungen und Verbindungen zur Bahn
- Die verbesserte Busanbindungen der Ortsteile auch am Abend und am Wochenende, bei Bedarf auch durch Rufbus- und Sammeltaxioptionen
- Bürger*innen- und Nachbarschaftstreffpunkte
- Eine optimierte digitale Infrastruktur
3.2 Denkmalensemble Altstadt – das Herz der Stadt
Den Denkmalschutz und die Sanierung der Häuser und Begrünung der Hinterhöfe unterstützen wir durch Mittel der Städtebauförderung. Wir wollen eine lebendige Innenstadt, die möglichst auto- und barrierefrei sein soll. Daher befürworten wir alle Maßnahmen, die die Aufenthaltsqualität und das Stadtklima verbessern. Gastronomie und Einzelhandel profitieren davon, wie sich bereits durch eine Zunahme des Tourismus zeigt.
Konkret setzen wir uns ein für:
- Ein aktualisiertes Einzelhandelsentwicklungskonzept und Umsetzung der Leerstandserfassung
- Eine große Fußgängerzone in der Innenstadt
- Die Erhaltung der Freisinger Mischung von Läden, Gastronomie und Wohnen
- Elektrische Kleinbusse für die Innenstadt
- Die Öffnung des Domberg-Südhangs
- Fußgängerfreundliches Pflaster
- Trinkwasserbrunnen
- Mehr Bäume
4. Natur | Umwelt | Stadt
natürlich GRÜN – Freising macht’s möglich
4.1 Grün in der Stadt
Grün in der Stadt leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas und der Lebensqualität. Um die Auswirkungen von Überhitzung und Starkregen zu vermindern, hat die Stadt ein Klimaanpassungskonzept erarbeitet. Bäume, Parkanlagen, Wälder, Dach- und Fassadenbegrünung wirken kühlend und halten Wasser zurück. Wo möglich, sollen verbaute Uferbereiche der Gewässer naturnah gestaltet und erlebbar gemacht werden.
Auch private Gärten und öffentliche Grünflächen sind wichtig für die Lebensbedingungen von Tieren und Pflanzen. Sie tragen dazu bei, das Artensterben aufzuhalten und die Vielfalt der Natur zu bewahren.
Konkret setzen wir uns ein für:
- Den Erhalt Isar-begleitender Grünflächen von der Schlüterbrücke bis zur Parkstraße
- Erhalt und Ausbau der innerstädtischen Spielplätze und Parkanlagen wie Johannispark, Karwendelpark, Grünzug entlang der Wippenhauser Straße
- Bäume und Regenwasserrückhalt in Straßen, Plätzen und Parkplätzen nach dem Schwammstadtprinzip
- Förderung von Baumpatenschaften und Stiftungsbäumen
- Begrünung aller Bushäuschendächer
- Finanzielle Unterstützung für Begrünungs‑, Baumpflege- und Entsiegelungsmaßnahmen insbesondere in der Altstadt
- Förderung von Schrebergärten, Dach- und Fassadenbegrünung
4.2 Naturschutz
Freising hat ein reichhaltiges Naturerbe, das wir bewahren und entwickeln wollen. Eine möglichst naturnahe Artenvielfalt fördert unsere Lebensqualität und sichert die Leistungen der Natur wie Klimaschutz, Wasserschutz, Erholung und vieles mehr. Insbesondere die europäischen Schutzgebiete Freisinger und Erdinger Moos sowie die Isarauen sind Schätze vor unserer Haustüre. Wir wollen sie für Mensch und Tier bewahren.
Zum Schutz unserer Umwelt werden im Rahmen des Klimaanpassungskonzeptes Maßnahmen zur Entsiegelung und zur Sicherung der Wasserversickerung entwickelt. Hochwasserschutzmaßnahmen in Überschwemmungsgebieten sind landschaftsverträglich zu gestalten und umzusetzen. Ein ökologischer Hochwasserschutz, der das Wasser in der Fläche zurückhält, ist erforderlich.
Wir unterstützen die Maßnahmen des städtischen Biodiversitätskonzeptes und die Renaturierung sowie Wiedervernässung des Freisinger Mooses, die wesentlich zur Reduzierung des C02-Ausstoßes beitragen.
Konkret setzen wir uns ein für:
- Die Förderung der ökologischen Landwirtschaft auf städtischen Flächen
- Artenvielfalt im Straßengrün, in Parkanlagen, in städtischen Brachen, auf Feldern und Grünland
- Artenschutzmaßnahmen für Vögel, Fledermäuse und gefährdete Arten
- Die Förderung der Umweltbildung durch Umwelttag(e) und Projekte an Schulen
4.3 Umweltschutz
Umweltschutz sichert uns und unseren Kindern eine hohe Lebensqualität. Er hilft, die natürlichen Ressourcen zu sichern. Wir wollen deshalb die Nachhaltigkeitsziele der UN auf lokaler Ebene bestmöglich umsetzen.
Konkret setzen wir uns ein für:
- Den Ausbau des Anteils biologischer und fair produzierter Produkte bei Schulmensen
- Die Umsetzung des Leitfadens für nachhaltige Beschaffung in der städtischen Verwaltung.
- Den Schutz von Naturschutzflächen, Gewässern und Wasserschutzgebieten vor Pestiziden (incl. Herbiziden) und Düngemitteln
5. FREISING – STADT DER MENSCHEN
Von Kita bis Kultur, von Sport bis Digital – Freising lebt Vielfalt!
5.1 Unsere Kinder und Jugendlichen
Kitas
Kitas und Kindertagespflege können Kindern Chancen eröffnen, wenn wir sie als Lern- und Bildungsorte verstehen. Die Ausbildung und Gewinnung von qualifizierten Fachkräften ist uns ein großes Anliegen. Der Personalmangel ist der Hauptgrund für die bestehende Kita-Krise! Deshalb ist die Gewinnung von qualifizierten Fachkräften eine Hauptaufgabe in der nächsten Zeit! Die Kita-Krise muss bewältigt werden!
Eltern brauchen flexible Betreuung über die Kita-Öffnungszeiten hinaus, seien es Alleinerziehende oder Eltern im Schichtdienst. Wir wollen daher die ergänzende Kindertagespflege ausbauen.
Das Recht auf Ganztagsbetreuung in den Grundschulen tritt 2026 in Kraft. Mit dem Umbau der Grundschule Vötting, der Paul-Gerhard-Grundschule, der Grundschule Lerchenfeld sowie mit dem Neubau der Grundschule Lerchenfeld Süd ist bereits ein Anfang gemacht. Wir setzen dabei ein inklusives Schulentwicklungskonzept um.
Konkret setzen wir uns ein für:
- Den Neubau von Kitas in jedem neuen Baugebiet
- Personalgewinnung durch optimierte Arbeits- und Rahmenbedingungen für Fachpersonal
- Die Entlastung der Fachkräfte von Verwaltungsarbeit
- Die Einrichtung einer Großtagespflege
- Eine klimaverträgliche und barrierefreie Gestaltung von Schulen und Kitas und ihrer Außenanlagen
- Inklusive Betreuungseinrichtungen
- Die Unterstützung des Familienzentrums, der Tagespflege und des Familienstützpunktes
Freiräume für die Jugend
Freising ist eine junge Stadt. Jugendlichen sollen attraktive Angebote zur Freizeitgestaltung und Weiterentwicklung offenstehen. Wir setzen uns für die Stärkung des Freisinger Jugendstadtrates ein, dessen Gründung die Grüne Jugend eng begleitet hat.
Wir wollen Räume für neue Kulturprojekte und junge Künstler*innen, die unbürokratisch und günstig vergeben werden.
Konkret setzen wir uns ein für:
- Weitere Jugendzentren in den Stadtteilen
- Die Ansiedelung einer Jugendherberge oder eines Youth Hostels in Freising
- 10 Quadratzentimeter pro Einwohner*in für junge Kultur
Schulen und Bildung
Freising steht für Bildung, die Mut macht — für Ideen, Kompetenzen und Miteinander. Eine gerechte Bildungslandschaft ist Grundlage für sozialen Zusammenhalt, kulturelle Vielfalt und nachhaltige Zukunftsgestaltung. In Freising gibt es bereits dank ehrenamtlichen Engagements ein breites außerschulisches Angebot, das wir als große Bereicherung wahrnehmen und weiter fördern wollen.
Konkret setzen wir uns ein für:
- Fortschreibung des Sanierungsprogrammes für städtische Schulen und Kitas — mit Schwerpunkt auf Energieeffizienz, Klimaschutz und Barrierefreiheit
- Ausrichtung aller Planungen nach Konzepten für moderne Lernumgebungen
- Förderung von Schulprojekten wie z.B. Senior*innenhilfe, Klimaaktionen und Urban Gardening
5.2 Senior*innen — Selbstbestimmt in jedem Alter – niemand steht im Abseits
Wir Grünen wollen Teilhabe für alle Altersgruppen. Uns geht es darum, dass sich jeder Mensch mit seiner Lebensleistung in die Gesellschaft einbringen kann, damit wir alle davon profitieren können. Um hierfür die Weichen zu stellen, bedarf es der konsequenten Umsetzung des Senior*innen-Konzeptes.
Konkret setzen wir uns ein für:
- Die barrierefreie Gestaltung Freisings
- Bildungsangebote für Senior*innen, damit sie sich im digitalen Zeitalter zurechtzufinden
- Mehrgenerationenhäuser
- Wohnberatungsstellen für ältere Menschen
- Organisation von Mitfahrmöglichkeiten
- Senior*innengerechte Informationen über öffentliche Verkehrsmittel, Kulturveranstaltungen, Sport- und Freizeitangebote
5.3 Raum für Kultur und Engagement
Kultur fördern
Die Stadt Freising wird durch das Engagement Kulturschaffender und die Arbeit von Vereinen erst lebendig. Wir setzen uns dafür ein, dass es ausreichende Räume und Auftrittsmöglichkeiten für Kulturschaffende und Engagierte gibt. Wir fördern Vereine in ihrer Arbeit und ermöglichen ihnen die Nutzung von städtischem Grund. Das betrifft Ateliers, Proberäume, Theater, Aufführungs- und Ausstellungsorte. Öffentliche Räume – ob Radunterführungen, Parks oder andere Orte – können ebenfalls künstlerisch genutzt und damit verschönert werden. Brachliegende Flächen und Gebäude können ganz oder zeitweise für kulturelle Aktivitäten genutzt werden: als Ateliers oder Probenräume für Bands.
Konkret setzen wir uns ein für:
- Ein alternatives Kulturzentrum
- Einen kostenfreien, öffentlichen Zugang für Kultur und Kulturschaffende
- Ein Kulturquartier am jetzigen Standort Wertstoffhof
- Die Wiederbelebung des Uferlos-Festivals
- Die Stärkung des Lindenkellers als Bühne für Subkultur und Nachwuchskonzerte, unter besonderer Berücksichtigung der Bezahlbarkeit für Kunstschaffende
- Eine finanzielle Entlastung neuer Kultur
- Raum für etablierte Künstler*innen ebenso wie für die junge Freisinger Szene im Asam und auf der Asam Freilichtbühne
- Die Stärkung der Luitpoldhalle als flexibler Veranstaltungsraum
- Die Bezahlbarkeit der Musikschulgebühren
- Die weitere Unterstützung der Volkshochschule Freising
- Den Kultur-Euro (Ein Euro pro Einwohner*in den Kulturfördertopf der Stadt)
5.4 Sport und Ehrenamt
Freising lebt von einem aktiven Vereinsleben, vom Engagement vieler Ehrenamtlicher und vom breiten Angebot an Sport- und Freizeitmöglichkeiten – ob in Turnhallen, auf Sportplätzen und Bewegungsparks, in der Natur oder bei Vereinsfesten. Sport verbindet, schafft Zusammenhalt und Integration, fördert die Gesundheit und bietet wichtige Räume für unsere Gemeinschaft. Der Treffpunkt Ehrenamt und die neun ehrenamtlichen Agenda21- und Sozialbeirat-Gruppen arbeiten an unterschiedlichen Themen zur Nachhaltigkeit und sozialer Teilhabe. Wir Grüne unterstützen und fördern diese Arbeit. Der von den Grünen initiierte Sozialpass ermöglicht die Teilhabe finanziell schlechter gestellter Menschen an städtischen Veranstaltungen und Sport.
Konkret setzen wir uns ein für:
- Die weitere Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit in Freising
- Die Erhaltung und Weiterentwicklung der Vereinsfördermittel
- Die schrittweise Sanierung der Sportanlagen und deren Anpassung an moderne Bedürfnisse
- Die Bezahlbarkeit der Gebühren für die Nutzung städtischer Sportanlagen und des Schwimmbads Fresch
- Eine aktive Einbeziehung der Freisinger Vereine in die städtische Sportpolitik.
5.5 Digitales
Digitalisierung eröffnet die Chance, Verwaltung bürgernaher und effizienter zu gestalten und Barrieren abzubauen. Sie fördert Nachhaltigkeit, da smarte Technologien Ressourcen schonen und klimafreundliche Mobilität fördern. Auch ist sie ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor für die Zukunft unserer Stadt. Unser Ziel ist eine smarte Stadt, die Effizienz mit Transparenz und Teilhabe verbindet, ohne dadurch weniger technikaffine Mitbürger*innen auszuschießen.
Konkret setzen wir uns ein für:
- Den digitalen Zugang zu allen Verwaltungsleistungen
- Die Einführung eines echten Ratsinformationssystems für transparente politische Entscheidungen
- Eine Datenstrategie, die wichtige Informationen als Open Data bereitstellt und eine Informationsfreiheitssatzung, um Transparenz, Innovation und nachhaltige Stadtentwicklung zu fördern
- Die Einrichtung einer Stelle für Digitalmanagement in der Stadt, um die Strategie zu koordinieren und die Digitalisierung bedarfsgerecht weiterzuentwickeln
- Die Die Einführung einer Freising-App für Beteiligungsverfahren, Stadtentwicklung und Problem-Meldungen im öffentlichen Raum
6. Wirtschaft und Wissenschaft in Freising – Zukunftsfähig haushalten
Freising ist ein Standort für Wirtschaft, Forschung und Innovation. TUM, HSWT und zahlreiche Betriebe machen Freising zu einem herausragenden Standort für zukunftsfähige Forschung und wirtschaftliche Entwicklung.
6.1 Wirtschaft zukunftsfähig aufstellen
Freisinger Unternehmen benötigen Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten, die im Einklang mit sozialen und ökologischen Zielen stehen. Wir unterstützen Start-ups und setzen uns für eine engere Vernetzung mit dem Campus ein.
Konkret setzen wir uns ein für:
- Eine ausgewogene Flächennutzungsplanung, die Gewerbe, Wohnen, soziale Infrastruktur, Mobilität und Ökologie berücksichtigt.
- Die Neuausweisung von Gewerbeflächen nur dann, wenn diese Kriterien erfüllt werden.
- Eine nachhaltige Nutzung bestehender Gewerbeflächen und Unterstützung von Betrieben bei der Suche nach geeigneten Büroflächen, um Ansiedlung in Freising zu begünstigen.
- Den Erhalt der städtischen Entwicklungsmöglichkeiten durch Verhinderung einer 3. Startbahn
- Die Vermeidung von zu hohen Pachtgebühren und Mieten für das Gewerbe
- Die Gewinnung von Fachkräften und Unternehmen durch starke soziale Infrastruktur – denn Sozialpolitik ist zugleich Wirtschaftsförderung
- Die Unterstützung von Unternehmen durch die Verwaltung, um Herausforderungen gemeinsam zu lösen
- Den Erhalt einer Innenstadt, die Ort für Wirtschaft, Wohnen und Gemeinschaft bleibt – mit Praxen, Läden, Handwerk, Gastronomie und bezahlbarem Wohnraum.
6.2 Klug haushalten
Eine solide und vorausschauende Haushaltspolitik ist Grundlage einer handlungsfähigen Stadt. Auch in finanziell angespannten Zeiten darf nicht gespart werden an dem, was Freising wirtschaftlich zukunftsfähig macht. Nur eine Stadt, die sich um Ihre Bürger*innen kümmert und soziale Infrastruktur bereitstellt, ist auch in Zukunft für Fachkräfte und Unternehmen attraktiv. Klug priorisierte Einsparungen sind dringend notwendig. Der Investitionskurs der letzten Jahre in die Infrastruktur ist jedoch ein großer Gewinn für Freisings Zukunft und wird sich künftig wirtschaftlich auszahlen.
Konkret setzen wir uns ein für:
- Investitionen, die Freising wirtschaftlich und gesellschaftlich zusammenhalten
- Eine Erhöhung der Gewerbe- und Einkommenssteuer durch aktive Wirtschaftsförderung und maßvolle Entwicklung
- Eine kluge Priorisierung bei Einsparungen, um Schulden abzubauen und Zinszahlungen zu reduzieren
- Sparmaßnahmen nur dort, wo sie die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung nicht gefährden
- Eine gute finanzielle Ausstattung der Kommunen durch Bund und Land über die Spitzenverbände
6.3 Wissenschaftsstandort weiterentwickeln
Wissenschaftliche Exzellenz, Handwerk, regionale Stärke und internationale Vernetzung prägen das Profil der Stadt. Dieses Potenzial wollen wir gezielt fördern und in der Stadtentwicklung besser nutzen.
Konkret setzen wir uns ein für:
- Die Förderung von Forschungskooperationen mit der regionalen Wirtschaft
- Die Sicherung von bezahlbarem Wohnraum und hoher Lebensqualität für Studierende und Forschende, um den Standort attraktiv zu halten
- Eine engere Verzahnung von Stadt, Wissenschaft und Wirtschaft durch Kooperationen z.B. in der Stadtentwicklung durch Vergabe von Forschungsarbeiten und Austauschformate
7. Startbahn und Flughafen
Freising startet nicht mit
Wer die 3. Startbahn verhindern will, muss GRÜN wählen. Unsere Partei kämpft dagegen massiv auf allen Ebenen, kommunal, landes- und bundespolitisch!
Die geplante 3. Startbahn am Flughafen München würde zahlreiche Anwohner*innen der Stadt Freising, besonders im Ortsteil Attaching, durch extremen Fluglärm und Schadstoffbelastung zusätzlich belasten. Der Bau würde 870 Hektar freie Naturflächen zerstören, die Feinstaubbelastung massiv erhöhen und wichtige Ausgleichsfunktionen für den Naturhaushalt vernichten. Ein tatsächlicher Bedarf besteht nicht, da die Auslastung des Flughafens trotz hoher Subventionen deutlich unter den Prognosen liegt. Zudem widerspricht eine Erweiterung den Klimaschutzzielen, da der Flughafen bereits jetzt jährlich 7,5 Millionen Tonnen CO₂ verursacht. Da es in München zudem kein generelles Nachtflugverbot gibt, wäre die Lärmbelastung für die Freisinger Bevölkerung noch gravierender.
Konkret setzen wir uns ein für:
- Einen endgültigen Verzicht auf eine 3. Bahn durch Antrag der Gesellschafter auf Aufhebung des Planfeststellungsbescheides
- Die Unterstützung des Bündnisses aufgeMUCkt.
- Die Fortführung der amtlichen Ultrafeinstaubmessungen auch in der Flughafenregion
- Die Einstellung der Subventionen, insbesondere der Förderung von Fluggesellschaften und Fluglinien
- Ein echtes Nachtflugverbot von 22 Uhr bis 6 Uhr (aktiver Lärmschutz)
- Einen umfassenden passiven Lärmschutz (Schallschutzfenster) auch in Bereichen ohne bisherigen Anspruch
- Das Vertanken von schwefelfreiem Kerosin und den Einsatz von Taxibots* zur Minderung der enormen Abgas- und (Ultra-)Feinstaubbelastung am Flughafen und Umgebung
- Den Stopp des Flughafenausbaus im sogenannten „Nicht-Flug-Bereich“ (Stichwort „Air-Site-West“) zum Schutz Freisings und der Flughafenregion vor Folgelasten
- Eine generelle und umfassende Beschränkung des Flugverkehrs, wofür sich die Freisinger GRÜNEN in enger Zusammenarbeit mit den GRÜNEN in München im Land und Bund einsetzen.
* „Taxibot”-Schlepper ziehen Flugzeuge vom Gate zur Startbahn und tragen damit zu Lärmschutz und Kerosineinsparung bei.