Hemdsärmeliges Geschäftsgebaren der Münchner Flughafengesellschaft

koadritte

München (1.4.2016/hla). Zu den Vor­wür­fen des Bay­erischen Ober­sten Rech­nung­shofs (ORH), die staatliche Münch­n­er Flughafenge­sellschaft (FMG) habe der Lufthansa Vorteile in Höhe von mehr als ein­er Mil­liarde Euro ohne angemessene Gegen­leis­tung ver­schafft, erk­lärt der Frak­tionsvor­sitzende der Land­tags-Grü­nen, Lud­wig Hart­mann:

„Das offen­sichtlich hemd­särmelige Geschäfts­ge­baren des FMG-Geschäfts­führers Kerk­loh ist mit den Grund­sätzen eines staatlichen Unternehmens nicht mehr vere­in­bar. Nach Gut­sher­re­nart wer­den hier Mil­lio­nen­förderun­gen für zusät­zliche Flug­be­we­gun­gen und eine Mil­liar­den­sub­ven­tion an die Lufthansa verteilt, um Wach­s­tum zu erkaufen – und es scheint möglich, dass wir hier nur die Spitze des Eis­berges ken­nen. Die Geheimniskrämereien rund um den Flughafen nehmen inzwis­chen über­hand. Wir fordern die umge­hende Berichter­stat­tung des CSU-Finanzmin­is­ters im Bay­erischen Land­tag. Jet­zt muss alles auf den Tisch. Wir wollen den ORH-Bericht ein­se­hen und endlich auch sämtliche bis­lang geheim gehal­te­nen Zusatzvere­in­barun­gen zum Gesellschafter­ver­trag. Die Hin­terz­im­mer­meth­o­d­en, mit denen FMG und CSU an der drit­ten Start­bahn basteln, wer­den wir nicht länger akzep­tieren. Ein Unternehmen, das zu 100 Prozent in öffentlich­er Hand ist, ist in beson­derem Maß zur Trans­parenz und zum  ver­ant­wor­tungsvollen Umgang mit den Finanzmit­teln verpflichtet; denn natür­lich han­delt es sich hier in let­zter Kon­se­quenz um das Geld der Bürg­erin­nen und Bürg­er Bayerns.“

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